Wann eine PKV eine Alternative zur GKV ist

In der Bundesrepublik hat die Krankenversicherung seit 2009 endgültig den Status einer Pflichtversicherung erreicht. War die Absicherung im Krankheitsfall für Versicherungspflichtige der gesetzlichen Krankenversicherung bereits 2007 unerlässlich, gilt ab 2009 das gleiche für die private Krankenversicherung hinsichtlich ambulanter und stationärer Versorgung.

Prinzipiell muss seit Anfang des Jahres jede Person mit Wohnsitz in Deutschland das Risiko Krankheit bei einem der beiden Krankenversicherungssysteme – der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung – abgesichert haben und zwar bei demjenigen, das der Person individuell zuzuordnen ist.

Die verschiedenen Alternativen

Die private Krankenversicherung als Krankenvollversicherung, Krankenzusatzversicherung und Krankenteilversicherung basiert auf einem Vertrag, geschlossen mit einem privaten Versicherungsunternehmen.

Die Krankenversicherung als private Versicherung kommt für all jene in Frage, die von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit sind, zum Beispiel Selbständige und Angestellte mit einem jährlichen Bruttoeinkommen über der allgemeinen oder der besonderen Versicherungspflichtgrenze, auch bekannt als Jahresarbeitsentgeltgrenze.

Diese Grenze wurde von staatlicher Seite in den vergangenen Jahren kontinuierlich angehoben. Die geldliche Grenze musste bis 2010 in drei aufeinander folgenden Jahren überschritten werden, erst dann konnte der Angestellte in den Genuss der Versicherungsfreiheit kommen und hatte die Option, sich für eine private Krankenkasse zu entscheiden oder bei der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwillig Versicherter zu verbleiben. Diese drei Jahres Regel wurde aber wieder abgeschafft.

Eine günstige Krankenzusatzversicherung zu gesetzlichen Krankenkassen ist für Personen interessant, die den Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung verbessern möchten. Dies kann mit Hilfe eines Krankentagegeldes, einer Auslandskrankenversicherung oder Zahnzusatzversicherung erfolgen. Die Krankenzusatzversicherung übernimmt einen bestimmten Anteil an möglichen Krankheitskosten und richtet sich an Personen, die bereits über eine andere Stelle im Krankheitsfall teilweise abgesichert sind, zum Beispiel Beamte.

Bei der PKV hat man eine große Leistungsauswahl

Größter Anreiz der privaten Krankenvollversicherung ist vermutlich das Spektrum der wählbaren Leistungen in den Bereichen ambulante, stationäre und zahnärztliche Versorgung, Krankentagegeld sowie Krankenhaustagegeld, darunter die Behandlung durch Chefärzte, die Unterbringung im Einbettzimmer, Krankentagegeld ab dem 1. Tag oder bezüglich der Gebührensätze für Ärzte und Zahnärzte.

Inwieweit diese Bereiche eingeschlossen sind – mindestens jedoch die Absicherung von ambulanten und stationären Behandlungskosten – und in welchem Umfang, ist maßgeblich von den Wünschen und finanziellen Möglichkeiten des Versicherten abhängig, denn außer den persönlichen Kriterien wie Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand zum Versicherungsbeginn nimmt der Tarif bzw. die Gesamtheit der gewählten Leistungen Einfluss auf die Versicherungsprämie. Diese wiederum kann aber laut gesetzliche-krankenkassen.eu durch eine Selbstbeteiligung vermindert werden.

Des Weiteren profitieren privat Krankenversicherte von der Möglichkeit der freien Arzt- und Krankenhauswahl – bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Zulassung bedeutsam – sowie dem europaweiten, oft sogar weltweiten Versicherungsschutz bei zeitlich begrenzten Auslandsaufenthalten. Innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung spielt üblicherweise das Vorhandensein eines Sozialversicherungsabkommens eine Rolle.

Das Leistungsspektrum der Versicherungen

Die Bandbreite der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung wird indessen durch den Gesetzgeber bestimmt und ist für sämtliche Mitglieder aller gesetzlichen Krankenkassen gleich. Lediglich die Mehrleistungen der gesetzlichen Kassen differenzieren. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch die Einwirkung des Gesetzgebers auf den Leistungskatalog zu erwähnen, angesprochen sind hier Reformen und Gesetze. Innerhalb der privaten Krankenversicherung entscheidet der Versicherte weitestgehend selbst über seinen persönlichen Leistungsumfang, welcher wiederum im Versicherungsvertrag eingebunden und somit feststehend ist.

Ausnahmen sind Leistungsausschlüsse und Leistungsstaffelungen infolge Vorerkrankungen sowie die komplette Ablehnung eines Versicherungsantrages, derartige Maßnahmen kennt die gesetzliche Krankenversicherung nicht. Eine Änderung der im Vertragswerk festgelegten Leistungen kann durch den Versicherten angestrebt werden, eine eigenständige Leistungskürzung durch das Versicherungsunternehmen ist jedoch ausgeschlossen. Weitere Informationen und einen PKV Vergleich bietet krankenversicherung-private.net kostenlos im Internet an.

Aus der risikogerechten, sprich der von der persönlichen Situation des Versicherten abhängigen, Beitragserhebung resultiert auch, dass eine kostenfreie Mitversicherung von Familienangehörigen, ein relevanter Aspekt der gesetzlichen Krankenversicherung, in der privaten Krankenversicherung undenkbar ist. Altersrückstellungen, welche die privaten Versicherungsunternehmen für jeden Vertragspartner bilden, sollen die steigenden Krankheitskosten des Versicherten im Alter abfedern und die Versicherungsbeiträge auch in späteren Jahren bezahlbar machen. Gänzlich anders, weil der Beitragssatz und das Einkommen den Versicherungsbeitrag unter Beachtung der Beitragsbemessungsgrenze beeinflussen und die Umlage auf alle Mitglieder einer Krankenkasse erfolgt, ist das Prinzip der gesetzlichen Krankenversicherung.

Der Basistarif bei der PKV

Ein Sonderfall bildet der Basistarif, den private Krankenversicherungen anbieten müssen und der den vorherigen Standardtarif ablöst. Durch diesen Tarif, der ein Leistungsspektrum ähnlich der gesetzlichen Krankenversicherung umfasst – ambulante sowie stationäre Versorgung – und auch den Höchstbetrag für einen solchen Gesetzlichen nicht überschreiten darf, soll allen Personen, die nicht krankenversichert sind und deren „Lebenslauf“ zur Absicherung in einer privaten Krankenkasse tendiert, ein Zugang zur privaten Krankenversicherung ermöglicht werden.

Selbstverständlich können auch Personen, die im Jahr 2009 oder später von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit werden, den Basistarif wählen. Personen, die bei der Einführung des Basistarifs bereits über einen anderen Tarif privat krankenvollversichert waren, haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 die Möglichkeit, in diesen Einheitstarif zu wechseln. Über 55 Jährige privat Krankenversicherte können regulär jederzeit den Übergang in den Basistarif vollziehen, gleiches gilt bei Eintritt der Bedürftigkeit.

Welche Leistungen im Basistarif zu erwarten sind

Im Basistarif sind die Leistungen bereits festgelegt, der Versicherungsumfang kann also nicht vom Versicherten beeinflusst werden. Eine Ablehnung des Versicherungsantrages sowie Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse finden innerhalb des Basistarifs keine Anwendung. Eine Minderung der Versicherungsprämie, die sich im Übrigen nach Alter und Geschlecht richtet, ist ebenso möglich, wie die finanzielle Unterstützung durch soziale Institutionen, sofern das eigene Einkommen nicht ausreicht, um den Versicherungsbeitrag zu leisten.

Trotz allem muss der Basistarif nicht zwangsläufig die günstigste Variante sein, gerade junge und gesunde Versicherte finden in einigen Wahltarifen die finanziell bessere Lösung und darüber hinaus eine attraktive Leistungsvielfalt, was wiederum gerade für ältere Personen von Interesse sein könnte. Hier findet man mehr Informationen über die private Krankenkasse.

 

 

 

Unsere Informationsquellen und Empfehlungen:
http://www.gesetzliche-krankenkassen.eu
http://www.private.krankenkasse.finanzberatung-versicherungsvergleiche.de
http://www.krankenversicherung-private.net